{"id":166,"date":"2021-02-12T11:29:40","date_gmt":"2021-02-12T10:29:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nvniederhasli.ch\/?p=166"},"modified":"2021-02-12T11:29:40","modified_gmt":"2021-02-12T10:29:40","slug":"invasive-neophyten-diese-5-pflanzen-gehoeren-nicht-in-den-garten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nvniederhasli.ch\/?p=166","title":{"rendered":"Invasive Neophyten: Diese 5 Pflanzen geh\u00f6ren nicht in den Garten!"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man sieht sie oft in G\u00e4rten, die exotischen Zierpflanzen. Einige von ihnen verwildern aber gerne und werden so zur Gefahr f\u00fcr die einheimische Biodiversit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">von\u00a0<a href=\"http:\/\/www.diegruene.ch\/services\/ueber-uns\/unser-team\/online\/jil-schuller\"><strong>Jil Schuller<\/strong><\/a> \u00a0\/ <a href=\"http:\/\/www.bauernzeitung.ch\">www.bauernzeitung.ch<\/a><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"750\" height=\"420\" src=\"https:\/\/www.nvniederhasli.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/NVN1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-167\" srcset=\"https:\/\/www.nvniederhasli.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/NVN1.png 750w, https:\/\/www.nvniederhasli.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/NVN1-300x168.png 300w, https:\/\/www.nvniederhasli.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/NVN1-1x1.png 1w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><figcaption>Alle diese Pflanzen sehen zwar sch\u00f6n aus und haben praktische Eigenschaften. Weil sei invasiv sind, geh\u00f6ren sie trotzdem nicht in den Garten. (Bilder Pixabay)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bisher gibt es <a href=\"https:\/\/www.bauernzeitung.ch\/artikel\/bundesrat-will-verkauf-von-invasiven-neophyten-stoppen\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">kein generelles Verkaufsverbot f\u00fcr invasive Neophyten<\/a> in der Schweiz. Daher kann man auch aus Versehen eine sch\u00f6ne Pflanze kaufen, die sich im Nachhinein als invasiv herausstellt. Folgende Gew\u00e4chse stehen auf der <a href=\"https:\/\/www.infoflora.ch\/de\/neophyten\/listen-und-infobl%C3%A4tter.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Schwarzen Liste von Info Flora<\/a>, breiten sich also in der Natur aus und sollten daher nicht kultiviert werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Was ist das Problem?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu den rund 2600 einheimischen Pflanzenarten in der Schweiz kommen \u00fcber 600 Neophyten. Die meisten davon sind keine Gefahr, 58 gelten aber als invasiv. Sie breiten sich unkontrolliert aus. Das f\u00fchrt je nach Art zu verschiedenen Problemen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Gef\u00e4hrdung der&nbsp;<strong>Gesundheit<\/strong> (Allergien, Giftstoffe, f\u00fcr Menschen wie auch Tiere)<\/li><li>Verdr\u00e4ngung einheimischer Arten, somit R\u00fcckgang der <strong>Biodiversit\u00e4t<\/strong><\/li><li><strong>Wirtschaftliche Sch\u00e4den<\/strong>, z. B. durch besch\u00e4digte Bauten, Ertragseinbussen oder Mehraufw\u00e4nde in der Land- und Forstwirtschaft.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Invasive Neophyten verbreiten sich sehr effizient. Daher bleiben sie kaum in einem Garten und zur Zier angelegte Best\u00e4nde k\u00f6nnen zur Quelle f\u00fcr verwilderte Populationen in der Natur werden.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. <strong>Kirschlorbeer<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"375\" src=\"https:\/\/www.nvniederhasli.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/NVN2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-168\" srcset=\"https:\/\/www.nvniederhasli.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/NVN2.jpg 500w, https:\/\/www.nvniederhasli.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/NVN2-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.nvniederhasli.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/NVN2-1x1.jpg 1w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption>Die Samen des Krischlorbeers werden von V\u00f6geln weit ausserhalb von G\u00e4rten verbreitet. Im Wald unterdr\u00fccken die z\u00e4hen B\u00fcsche unter anderem Fr\u00fchbl\u00fcher wie B\u00e4rlauch und Buschwindr\u00f6schen. (Bild Pixabay)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gartenhecken aus <a href=\"https:\/\/www.infoflora.ch\/de\/assets\/content\/documents\/neophyten\/inva_prun_lau_d.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Kirschlorbeer<\/a> sind weit verbreitet. Das immergr\u00fcne Gew\u00e4chs dient sommers wie winters als Sichtschutz, ist pflegeleicht und dank fehlender Krankheiten und Sch\u00e4dlinge leicht zu unterhalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber Kirschlorbeer ist auch sehr effizient darin, sich auszubreiten. Man findet ihn mittlerweile in W\u00e4ldern und wilden Hecken.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>2. Nordamerikanische Goldruten\u00a0<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"333\" src=\"https:\/\/www.nvniederhasli.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/NVN3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-169\" srcset=\"https:\/\/www.nvniederhasli.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/NVN3.jpg 500w, https:\/\/www.nvniederhasli.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/NVN3-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.nvniederhasli.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/NVN3-1x1.jpg 1w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption>Laut Info Flora sind invasive Goldruten in G\u00e4rten als Zierpflanzen verboten. (Bild Pixabay)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu den invasiven <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.infoflora.ch\/de\/assets\/content\/documents\/neophyten\/inva_soli_can_d.pdf\" target=\"_blank\">Nordamerikanischen Goldruten<\/a> geh\u00f6ren drei Arten: die Kanadische, die Riesen- und die Hain-Goldrute. Sie vermehren sehr effizient \u00fcber Rhizome und bilden sehr dichte Best\u00e4nde mit bis zu 300 St\u00e4ngeln pro Quadratmeter. \u00dcber Samen k\u00f6nnen Goldruten ausserdem per Windtransport verbreitet werden<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">3. <strong>Schmetterlingsstrauch<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"333\" src=\"https:\/\/www.nvniederhasli.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/NVN4.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-170\" srcset=\"https:\/\/www.nvniederhasli.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/NVN4.jpg 500w, https:\/\/www.nvniederhasli.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/NVN4-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.nvniederhasli.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/NVN4-1x1.jpg 1w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption>Da seine Samen bis zu 40 Jahre keimf\u00e4hig bleiben, bildet der Schmetterlingsstrauch eine langlebige Samenbank im Boden. (Bild Pixabay)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der <a href=\"https:\/\/www.infoflora.ch\/assets\/content\/documents\/neophyten\/inva_budd_dav_d.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Schmetterlingsstrauch<\/a> ist auch als Sommerflieder oder Buddleja bekannt. Er wird bis zu drei Meter hoch und hat im Gegensatz zum einheimischen Gemeinen Flieder behaarte Bl\u00e4tter.&nbsp; &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Obwohl der Strauch seinem Namen gerecht wird und Schmetterlinge anzieht, ist er ihnen keine grosse Hilfe. Es sind haupts\u00e4chlich Generalisten, die ihn besuchen. Das heisst, diese Schmetterlingsarten k\u00f6nnten auch problemlos bei einheimischen Pflanzen Nektar holen. Diese werden zu Gunsten des Schmetterlingsstrauchs vernachl\u00e4ssigt, der den Schmetterlingsraupen aber keine Nahrung liefert.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">4. <strong>G\u00f6tterbaum<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"332\" src=\"https:\/\/www.nvniederhasli.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/NVN5.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-171\" srcset=\"https:\/\/www.nvniederhasli.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/NVN5.jpg 500w, https:\/\/www.nvniederhasli.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/NVN5-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.nvniederhasli.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/NVN5-1x1.jpg 1w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption>Die feinen Haare der jungen Triebe und die Pollen des G\u00f6tterbaums k\u00f6nnen Allergien ausl\u00f6sen. (Bild Pixabay)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.infoflora.ch\/de\/assets\/content\/documents\/neophyten\/inva_aila_alt_d.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">G\u00f6tterb\u00e4ume<\/a> sind resistent gegen Trockenheit, Salz und Luftverschmutzung und daher beliebt in G\u00e4rten und Parkanlagen. Info Flora r\u00e4t unbedingt von Neupflanzungen ab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Pflanze w\u00e4chst sehr schnell, lebt aber selten l\u00e4nger als 50 Jahre. Nach dem F\u00e4llen besteht im Umkreis von mindestens 20 Metern die Gefahr zahlreicher Stockausschl\u00e4ge. Die Samen sind gefl\u00fcgelt und werden daher vom Wind weit verbreitet.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die einheimische Esche hat im Gegensatz zum G\u00f6tterbaum maximal sechs Teilbl\u00e4tter an einer Rispe und schwarze Knospen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. <strong>Essigbaum<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"346\" src=\"https:\/\/www.nvniederhasli.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/NVN6.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-172\" srcset=\"https:\/\/www.nvniederhasli.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/NVN6.jpg 500w, https:\/\/www.nvniederhasli.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/NVN6-300x208.jpg 300w, https:\/\/www.nvniederhasli.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/NVN6-1x1.jpg 1w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption>Man kann den Essigbaum mit einem G\u00f6tterbaum verwechseln. Ersterer hat aber gez\u00e4hnte Blattr\u00e4nder. Im Herbst werden seine Bl\u00e4tter zudem orange, gelb bis leuchtend rot. (Bild Pixabay)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die purpurroten Fr\u00fcchte des <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.infoflora.ch\/de\/assets\/content\/documents\/neophyten\/inva_rhus_typ_d.pdf\" target=\"_blank\">Essigbaums<\/a>\u00a0bleiben den ganzen Winter \u00fcber an der Pflanze. \u00c4hnlich wie der G\u00f6tterbaum kann auch dieser Neophyt in weitem Umkreis des Strunks nach dem F\u00e4llen ausschlagen. Er ist als Zierbaum heute verboten, alle Teile und besonders sein Milchsaft sind leicht giftig und k\u00f6nnen Haut und Augen reizen.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man sieht sie oft in G\u00e4rten, die exotischen Zierpflanzen. 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